Die Sparda-Bank Hamburg hat ein Herz für Kunst und Kultur. Unter anderem unterstützt sie den Kunstverein in Hamburg. Mit Gewinnspargeldern wurde so die Ausstellung der jungen israelischen Künstlerin Yael Bartana ermöglicht.
Gefördert wurde die Multimedia-Schau durch eine 30.000-Euro-Spende aus den Gewinnspargeldern der Sparda-Bank Hamburg. „Ohne die Hilfe der Sparda-Bank hätten wir diese Ausstellung nicht finanzieren können“, sagt der promovierte Kunsthistoriker Dziewior, der seit 2001 Direktor des Kunstvereins ist. Er legt Wert darauf, dass kulturelle Einrichtungen trotz der notwendigen Unterstützung durch Unternehmen ihre Unabhängigkeit bei der Auswahl ihrer Projekte bewahren. „Es ist grundsätzlich problematisch, dass der Staat sich aus der Subventionierung von Kultur zurückzieht“, sagt der 42-Jährige. „Denn der öffentliche Auftrag ist es, auch ,schwierige Kunst’ zu fördern. Sponsoren wollen gemeinhin nur Projekte fördern, die ihnen selbst gefallen. Zum Glück ist das bei der Sparda-Bank ganz anders. Man lässt uns völlig freie Hand bei der Auswahl unserer Projekte. Wir haben das Glück, hier eher einen Mäzen denn einen normalen Sponsor gewonnen zu haben.“ Einen Förderer noch dazu, der sehr interessiert daran ist, was der Kunstverein an Ausstellungsprojekten plant.
„Der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank, Dr. Heinz Wings, und ich haben im Vorfeld der Spende entschieden, dieses Jahr eine Einzelausstellung zu fördern und den Gesamtbetrag nicht wie im Vorjahr auf mehrere Schauen zu verteilen. Zudem kam es gut an, eine Ausstellung zu fördern, die sich der neuen Medien bedient. Das zeigt den innovativen Charakter der Bank und des Kunstvereins. Zudem begeisterte der soziale Aspekt der Kunst-Aktion, weil auch er mit dem Engagement der Sparda-Bank harmoniert.“ Yael Bartana wurde 1970 geboren und ist eine der bekanntesten israelischen Künstlerinnen ihrer Generation. In ihren Videoinstallationen dokumentiert sie den Alltag in ihrem Heimatland. Doch durch Nachvertonungen, Schnitte und Überblendungen verfremdet sie das, was normal erscheint, zu einer dramatischen Bestandsaufnahme des Lebens in einem bedrohten Land. Sie zeigt die tägliche Routine im dauernden Ausnahmezustand. „Das Soundsystem, die eigens angereisten Soundtechniker und die Architektur der Ausstellung, die aus acht unterschiedlichen Arbeiten besteht, war wirklich sehr aufwändig. Das bedeutet aber nicht, dass sie schwer zugänglich sei“, betont Dziewior und fügt hinzu: „Der Kunstverein ist keine elitäre Institution. Ich betrachte es als unsere Aufgabe, ganz unterschiedliche Gesellschaftsschichten zu erreichen. Es freut mich besonders, dass gerade bei den Sparda-Kunden das Interesse so groß ist. Das haben wir im vergangenen Jahr bei unserer Freimitgliedschaften-Aktion bemerkt.“
Im Jahre 2006 wurden außerdem das Ernst Deutsch Theater, das Jugendtheater Life und Pur Norderstedt sowie das Kindertheater Zeppelin unterstützt.